Vorsicht: Knochen können mürbe werden!

KnochenEine der gefürchtetsten Krankheiten im Alter ist die Osteoporose, bezeichnenderweise auch „Knochenschwund“ genannt. Laut WHO gehört sie zu den zehn häufigsten auf der Welt vorkommenden Krankheiten. Das Problem: Die Festigkeit, die Dichte und die Masse der Knochen nehmen ab, weil das Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und Knochenabbau gestört ist. Die Knochen werden porös und brüchig. Von Osteoporose betroffene Knochen brechen mitunter schon bei geringer Belastung.

Die Warnsignale:

Osteoporose ist eine still verlaufende Krankheit, die sich zunächst ohne Schmerzen oder andere bemerkbare Symptome entwickelt. Auf ein fortgeschrittenes Stadium weisen diese Anzeichen hin:

  • Knochenbrüche. Wer als junger Mensch stolpert und stürzt, stützt sich ab und steht wieder auf. Wer im Seniorenalter fällt, bricht sich schnell Hand, Arm oder Bein. Das ist nicht auf größeres Ungeschick zurückzuführen, sondern auf die verminderte Dichte seiner Knochen. Eine Knochendichtemessung zeigt, wie stabil die Knochen noch sind.
  • Akuter Rückenschmerz: Manchmal hören Betroffene ein Geräusch des Brechens oder Knackens im Rücken, danach folgt ein stechender Schmerz. Er wird verursacht durch Bruch eines Wirbelkörpers.
  • Chronischer Osteoporoseschmerz: Mehrere Wirbelkörperbrüche können die Statik des Skeletts so verändern, dass es zu Über- oder Fehlbelastung des Bewegungsapparates kommt, der mit schmerzhaften Reizungen und Muskelverspannungen reagiert.
  • Verlust an Körpergröße: Das Zusammenbrechen der Wirbelkörper kann zu einer Abnahme der Körpergröße um mehr als 4 cm führen.
  • Tannenbaumphänomen: Der Größenverlust der Wirbelsäule führt zu Hautfalten auf dem Rücken, die sich wie Tannenbaumzweige zu den Flanken ziehen.
  • Osteoporose-Bauch: Auf Grund der verkürzten Wirbelsäule wölbt sich der Bauch nach vorne. Im Extremfall wird der Brustkorb so stark verformt, dass das Atmen Schwierigkeiten bereitet.
  • Rundrücken: Ein Einbruch der Brustwirbel führt zum typischen Rundrücken, der gemeinhin als Witwen- oder Witwerbuckel bezeichnet wird.